Ioana Dobrescu, eine bekannte Schauspielerin, erhält die Diagnose Demenz. Ihr Sohn Cristi entscheidet sich, nach Hause zurückzukehren, um sie zu pflegen, und vernachlässigt dabei sein eigenes Leben. Die Krankheit wird von beiden mit Humor und Mut angenommen, wirft jedoch Fragen über Fürsorge, Liebe und Würde auf.
„Diese Geschichte ist aus Angst entstanden. Aus einer Angst, für die es keine Lösung gibt: vor dem Tod, vor dem Vergessen, vor Verantwortung. Eine Art Angst, die ich gern herausfordere und in die ich mich absichtlich vertieft habe, weil sie mich fasziniert. Die Demenz an sich fasziniert mich – wie sie die Zeit verzerrt, wie sie die Grenze zwischen dem Ich und dem Nichts, zwischen Person und Leere verwischt. Sie hat etwas Poetisches, viel metaphorisches Potenzial. Aber sie bringt auch eine Menge moralischer Dilemmata mit sich. Wo liegt der Punkt, bis zu dem menschliches Leben der höchste Wert ist? Ist es gerecht, jemanden zu zwingen zu leben, wenn er nicht mehr will? Wie kann man mit fehlender Urteilskraft verhandeln? Ist es fair, dass die Verantwortung für das eigene Leben auf jemand anderen fällt? Ich hoffe, dass es uns in diesem Gebiet der Verwirrung und der Angst gelungen ist, auch ein wenig Licht zu finden, ohne die Wahrheit zu verraten. Ich hoffe, dass man die Liebe jenseits der Tragödie erahnen kann. Während der Arbeit an dieser Inszenierung habe ich viel an meine Großmutter gedacht, an meine andere Großmutter, an meine Mutter und an mich als Sohn. Ich möchte nicht in der Haut meiner Figuren stecken – aber falls ich jemals dorthin gelange, hoffe ich, genauso mutig zu sein wie sie.“ - Cosmin Stănilă