Die Brüder Karamasow

Bühnenfassung: Luk Perceval
Regie: Luk Perceval
Nach: Fjodor Dostojewski

Bühnenbild: Philip Bussman
Kostüme: Annelies Vanlaere
Lichtdesign: Nicholas Langer
Originalmusik: Rainer Süssmilch
Sounddesign: Jannes Noorman
Foto & Video: Mariia Shulga
Übersetzung: Ciprian Marinescu
Regieassistenz: Ania Petrean

Besetzung:
FJODOR KARAMASOW / SMERDJAKOW / STAATSANWALT: Ciprian Scurtea
DMITRI KARAMASOW: Marius Turdeanu
IWAN KARAMASOW: Ali Deac
ALJOSCHA KARAMASOW: Andrei Gîlcescu
GRUSCHENKA: Cendana Trifan, Cristina Ragos, Arina Ioana Trif
KATERINA IWANOWNA: Diana Fufezan, Raluca Iani, Ada Bicfalvi, Ioana Cosma
In einer Familie geschieht ein Mord. Wer trägt die Schuld? Derjenige, der ihn begeht, oder derjenige, der ihn sich gewünscht hat? Oder all jene, die ihn durch Ressentiments und Schweigen möglich gemacht haben? Über die Kriminalhandlung hinaus wirft Die Brüder Karamasow, der letzte Roman von F. M. Dostojewski, eine beunruhigende Frage auf: Welche Verantwortung tragen wir für unsere eigenen Entscheidungen und deren Folgen?

Auf der Bühne des Nationaltheaters „Radu Stanca“ Sibiu wendet sich der belgische Regisseur Luk Perceval erneut Dostojewskis Meisterwerk über Glauben und Zweifel, Schuld und das Bedürfnis, geliebt zu werden, zu. Es ist seine erste Inszenierung in Rumänien und zugleich die Rückkehr zu einem Roman, den er bereits 2013 am Thalia Theater in Hamburg auf die Bühne gebracht hat.

In einer Familie, die von einem gewalttätigen Vater und von Generation zu Generation weitergegebenen seelischen Verletzungen geprägt ist, versucht Aljoscha, weiterhin an das Gute in den anderen zu glauben. Er steht im Zentrum der von Luk Perceval geschaffenen Bühnenwelt. Anstatt seiner mystischen Berufung zu folgen und sich aus der Welt zurückzuziehen, ist er aufgerufen, sich in ihr Chaos zu begeben, um seine Brüder zu verstehen und sie vielleicht vor sich selbst zu retten. Seine Perspektive macht die Geschichte zu einem Zeugnis über Menschen, die geliebt, gefehlt, gelitten und andere verletzt haben, sich aber nicht auf ihre Taten reduzieren lassen. Aljoschas Glaube wird zum Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und mit der Unmöglichkeit, absolute Grenzen zwischen Schuld und Unschuld zu ziehen.
Premiere Am:29-11-2026
Department:Rumänisch