Eine Studentin kommt in das Büro ihres Professors, um ihre Unzufriedenheit über die erhaltene Prüfungsnote auszudrücken. Der Professor ist bereit, ihr eine weitere Chance zu geben – doch diese Geste hat ihren Preis. Wird die Studentin bereit sein, diesen Preis zu zahlen? Wo verläuft die rote Linie zwischen dem Erlaubten und dem Unerlaubten? Nach und nach droht sich vor unseren Augen alles in ein krankhaftes Spiel zu verwandeln.
„Oleanna“ ist eine Geschichte über Macht und ihre Fragilität, über Masken und Schatten, deren frappierende Aktualität uns mit unseren eigenen Ängsten und Hoffnungen konfrontiert.
„Es sind 30 Jahre vergangen, seit David Mamet dieses Stück geschrieben hat. Aus dramaturgischer Sicht ist es perfekt – sofern Perfektion existiert. Es ist perfekt, weil es nicht parteiisch ist, nicht thesenhaft. Gleichzeitig spürt der Autor seltsame Phänomene der Moderne voraus. Wie würde Mamets Stück heute aussehen, in einer Zeit, in der wir im virtuellen Raum mit überschüssiger Gewalt so viele unerfüllte Sehnsüchte zur Schau stellen und immer wieder Schuldige suchen?
Hätte er sich vorstellen können, wie aktuell sein Text nach drei Jahrzehnten sein würde? Beide Figuren tragen gleichermaßen Recht und Schuld in sich, und genau das macht es tragisch. Es ist jedoch eine Tragödie des modernen Menschen, völlig ohne Katharsis.“ – Bogdan Sărătean, Regisseur